BZL NORD DAKO / IMAF OLDENBURG MAY 2005

5. BUNDESZENTRALLEHRGANG NORD DAKO / IMAF IN OLDENBURG

Am Pfingstwochenende trafen sich in Oldenburg Budoka aus ganz Deutschland nachdem sie der Einladung des Kohai-Do e.V. zum jährlichen BZL Nord gefolgt waren.

Unter der Hauptleitung von Sensei H.-D. Rauscher, dem Budo- Pionier aus Freiburg / Breisgau, begann der Lehrgang am 14.05.2005 mit einer festlichen Ansprache, in der auch die Co-Referenten Sensei Andree Busche und Sensei Christine Rauscher begrüßt und vorgestellt wurden. Sensei Cord Sander, Oldenburg, begrüßte ebenfalls im Namen des Kohai-Do die Referenten und Teilnehmer zum bereits 5. Bundeszentrallehrgang der DAKO / IMAF in Oldenburg.

Bei den großen Lehrgangsveranstaltungen ist das Teilnehmerfeld oftmals, wie auch in Oldenburg, so weit gefächert, dass vom 1. Dan bis zum 8. Dan und auch von den Schülergraden alle Graduierungen vertreten waren. Die teilnehmenden Dojo kamen aus Stuttgart, Cottbus, Hamburg, Westerstede, Billerbeck, Kiel, Malchow, Essen, Delmenhorst, Bremen und natürlich aus Freiburg, sowie aus anderen Städten.

Der Lehrgang begann in der ersten Unterrichtseinheit mit dem traditionellen, japanischen Bo-Jutsu unter der Leitung von Sensei H.-D. Rauscher und parallel mit Aiki-Jutsu unter Sensei Andree Busche. Wie auch in den vorangegangenen Jahren beeindruckten beide Sensei wieder einmal mit Ihrer Technikvielfalt und wenn Sensei Busche in seinen Technikdemonstrationen die „Opfer“ „bespaßte“ musste der eine oder andere auch ein wenig schmunzeln. Es sei noch hinzuzufügen, dass das Bo-Jutsu eine Kampfkunst ist, in der Schläge, Blöcke und auch Selbstverteidigungen mit einem 180 cm langen Rattan-Stock erlernt werden und aus dem großem Waffenkunstbereich des japanischen Kobudo entstammen.

Während das Aiki-Jutsu in der zweiten Unterrichtseinheit weiterlief, wurde in der zweiten Halle die Effiktivität  des Combat Arnis vorgeführt. Im Arnis wird hingegen nur mit ein oder zwei ca. 70 cm langen Rattanstöcken gekämpft, die durch Ihre mindere Länge jedoch nicht zu unterschätzen sind. Ein guter Arnis-Kämpfer kann mit der Stockspitze eine Schlaggeschwindigkeit von bis zu 180 km / h erreichen und eine so ausgeführte Schlagtechnik hat natürlich auch eine sehr enorme Effektivität. Neben der Einzelstocktechniken wurden auch diverse Doppelstocktechniken demonstriert und Sensei Rauscher unterrichtete zum Abschluß noch eine Anyo [Kata], die schon seit mehreren Jahren nicht mehr unterrichtet wurde und somit zu den besonderen Unterrichtsinhalten gehörte.

Den wenigen Zuschauern, die sich bei soviel Kampfgetümmel in die Halle trauten, wurde noch die Einsicht in die alte Kunst der Samurai, das Iaido, gewährt. Hier unterrichtete Sensei Christine Rauscher die Anwesenden in der Königsdisziplin des Budo. Das Iaido ist die Kunst des blitzschnellen Ziehen und Schneiden mit dem japanischen Katana [Iaito] und wird überwiegend als partnerlose Kunst erlernt. Da auch hier sich das Teilnehmerfeld vom einfachen Schülergrad bis zum hohem Danträger erstreckte, unterrichtete Sensei Christine Rauscher in der verschiedenen Leistungsgruppen und beeindruckte alle mit den vor kurzem in Japan erneut vertieften Erfahrungen und den blitzschnellen Schwerttechniken. Nachdem am Samstag die „gehenden“ und am Sonntag die „knienden“ Kata trainiert wurden, konnte jeder Teilnehmer wieder mit neuen Erkenntnissen und Eindrücken den Heimweg antreten.

Wie auch fast allen Bundeszentrallehrgängen fanden auch am Abend die Dan-Prüfungen im Karate-Do statt. Nach einer harten und anstrengenden Prüfung dürfen wir jedoch den Sensei Dennis Jarecki, Marcus Juhl, Christina Herold und Frank Jarecki zu Ihren bestandenen Prüfungen gratulieren und die Zufriedenheit von Sensei Rauscher über die gezeigten Leistungen weitergeben.

Die Prüfungen der Schülergrade fanden am Sonntag nach den jeweiligen Einheiten statt und alle Prüflinge konnten sich über Ihre bestandene Prüfung freuen und deren Trainer honorierten die Leistungen mit zufriedenen Gesichtern und herzlichsten Glückwünschen.

Im Combat Arnis stellten sich Thorsten Janutsch, Ilona Heinemann, Arne Moritz und Claus Hillenbrand den Herausforderungen und wir gratulieren von unserer Seite. Mit Claus gibt es nun einen weiteren Arnis-Meister in Deutschland. Ilona und Arne beeindruckten die Zuschauer und Prüfer mit Ihren fast synchronen Anyo- Darbietungen und erhielten die Gratulation zur wohlverdienten 2. Klase Combat Arnis.

Als letzter Prüfling ging Leif Oltmanns ins Rennen und strebte den 1. Kyu Bo-Jutsu an. Nachdem er fast sämtliche erlernten Kata demonstrierte, verteidigte er sich gekonnt in den Partnerübungen mit Sensei Markus Wandscher, der Leif als Partner zur Seite stand. Nach beendeter Prüfung gratulieren wir Leif zur bestandenen Prüfung und freuen uns darauf, auch ihn bald in den Rängen der Bo-Jutsu-Meister aufzunehmen.

Als Fazit war es in Oldenburg wieder ein gelungener Lehrgang von dem alle Teilnehmer zufriedenen und dank unserer „Küchenmiezen“ Gela und Petra gesättigt und gestärkt die Heimreise antreten konnten. Vielen Dank für die liebe und fleißige Hilfe an die Cafeteria und alle anderen Kohai-Do´ler im Hintergrund.